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Resümee über meine Tanzentwicklung und was ich zum Orientalischen Tanz meine

Als Übungsleiterin und Bewegungspädagogin (Diplom Bildungswerk für Ganzheitliche Therapien) bin ich seit früher Kindheit sportbegeistert. Ich war eine hervorragende Geräteturnerin und liebte besonders den Stufenbarren. Im Turnverein habe ich später erste Kontakte zum Jazz-Tanz gehabt. 

Bei verschiedenen Gelegenheiten (Stadtfeste usw.) habe ich mit dem Turnverein und parallel auch der Jugendgruppe die ersten Tanzauftritte im Genre Jazz-Tanz absolviert. 

Im Teenageralter habe ich die „übliche“ Standardtanzausbildung gemacht und zwei Jahre Rock’n’Roll getanzt. Letzterem bin ich dann leider „entwachsen“: ich wurde zu groß und zu schwer ☺. 

In den folgenden Jahren verwandelte sich in meiner Gruppe der Jazz-Tanz jedoch mehr und mehr in „BOP-Gymnastik zu Musik“. In dieser Zeit habe ich sehr viel Volleyball gespielt und schließlich mit der Tanzerei ganz pausiert. 

Als ich verletzungsbedingt dem Volleyballspiel entsagen musste, kam der Orientalische Tanz zu mir: eine Arbeitskollegin lud mich in ihren ersten Kurs ein.
Das war ca. 1995 – und seither bin ich dem OT „treu geblieben“. 

Ich nehme heute regelmäßigen Unterricht bei Sahéla (Studio Bodywave in Wesel) und habe lange bei Mona Okon (Orientalisches Tanzparadies Mülheim/Ruhr) getanzt. Diese beiden Stile prägen mich ausschlaggebend; und natürlich bilde ich mich bei anderen Dozenten in WS fort wann immer möglich. Sowohl Privatauftritte als auch Beiträge auf Orientgalas machen mir sehr viel Spaß und fördern meinen „Ehrgeiz“ weiterzumachen, besser zu werden, neues auszuprobieren. Augenblicklich favorisiere ich Unterricht von Ariellah, Sashi und Tempest - etwas für die dunkle Seite des Tanzes - zum Thema Goth Bellydance ^^v^^ 

Der OT im Ensemble ist ebenso reizvoll wie der Solotanz – in der Regel ist der Solotanz etwas einfacher zu bestreiten (Choreografie vergessen? Egal – weitermachen: niemand erkennt „Aussetzer“ oder „Patzer“, solange die Mimik stimmt; frei nach: „wenn ich mal nicht mehr weiterweiß, mach’ ich einen Beckenkreis“), dafür bringt die Gruppendynamik im Ensemble Gemeinschaft und Spaß miteinander (geteilte Freude = doppelte Freude). 

Ich beschäftige mich mit Zimbeln und Rhythmuskunde und habe erfolgreich drei große Bühnenshows organisiert (u. a. in der Stadthalle Rheinberg). Es ist eine wirklich aufregende Sache, die eigenen Ideen in die Tat umzusetzen – das fängt an bei Ankündigungsflyern und hört bei Bühnendeko noch lange nicht auf. 

Was ist so besonders am OT?

Meiner Meinung nach sind es u. a. die hervorragenden weichen und sehr weiblichen Bewegungen, die sonst in keiner anderen Tanzform derart zu finden sind (ja, der OT ist erotisch – aber niveauvoll dargeboten keinesfalls zu verwechseln mit Gogo o. ä.!) 

Wunderbar ist auch, sich Hineinzufühlen in eine fremde Kultur – durch die Musik, die ungewöhnliche Rhythmik, leckere Düfte, Tees und Süßigkeiten. Man kann Entspannung pur erleben und sich vom Alltag völlig erholen. 

Es ist eine bereichernde Erfahrung „loslassen“ zu lernen (das ist natürlich nicht dem OT allein vorbehalten, ein rein subjektives individuelles Erlebnis) sich frei durch Raum zu bewegen, alleine oder in der Gruppe und dabei den Körper einmal anders wahrnehmen, Isolationen beherrschen und damit spielen: ein großartige „Freiheit“. 

Außerdem ist es ein richtiger Balsam für die Seele, sich zu schmücken: glitzernde Kostüme, wohlduftendes Make-up und Schmuck bereiten Freude und Wohlbefinden – sicherlich schlüpft jeder mal gerne in eine andere Rolle und vergisst darüber hinaus Kummer und Sorgen. Der OT bietet eine tolle Möglichkeit dazu. Dennoch: wenn ich tanze, bin ich immer noch ich selbst und öffne eines meiner individuellen „ich’s“! 

Sich nach Erlernen der Grundlagen und Hintergründe in die Musik reinfallen zu lassen und frei im Tanz improvisieren fördert das Selbstbewusstsein und verschafft gelegentlich sogar ein neues, verbessertes Eigen- und Fremdbild. 

Blockaden können abgebaut werden und darüber hinaus fördert der OT die Figur: normalerweise ungenutzte Muskelpartien werden aktiviert, Bauch und Po sowie die Beckenboden- und Rückenmuskulatur stärken sich. 

Die Hauptsache ist, sich im und durch den OT wohl oder sogar besser zu fühlen, neue positive Energie zu laden und die eigenen Gefühle einfach im Tanz rauszulassen: dann wirkt er authentisch und schön – denn genau das ist er dann. Der Adrenalinkick vor Auftritten ist manchmal auch eine schöne Sache, aber es sollte immer mit Freude und Liebe getanzt werden, niemals mit Angst oder Widerwillen. 

Kurzum: der OT ist ein sehr vielseitiges, tiefgreifendes und Spaß bringendes Hobby!

Hab ich was vergessen? Möchtest Du mir etwas mitteilen, hast Du Kommentare hierzu?
Dann mal los, ich bin gespannt:
salamandrina@onlinehome.de